Morgenlicht erfüllte die Küche. Aisha schnappte das Brillenetui auf, und eine leuchtend rote Brille sprang heraus – plopp! – und landete schief auf Aishas Nase.
Aisha nahm die schiefe Brille ab und legte sie auf den Küchentisch. Aisha dachte: Sie ist zu rot. Ihre glänzenden Ecken funkelten im Sonnenlicht.
Im Unterricht in der Schule steckte Aisha die leuchtend rote Brille tief in den blauen Rucksack. Dann wandte sich Aisha der Tafel zu und kniff den ganzen Vormittag die Augen zusammen, um die blassen, weit entfernten Buchstaben zu erkennen.
Die Buchstaben auf der Tafel wackelten wie kleine Würmer. Aisha schrieb sie trotzdem ab und malte die falschen Schleifen ins Arbeitsheft, während ringsum Bleistifte kratzten. Tick, tick, tick.
Zu Hause hielt Aisha das Bilderbuch so nah vor sich, dass es gegen die Lampe stieß. Bums! Neben dem geöffneten Fenster flatterten die Seiten sanft im Wind.
Oma legte die leuchtend rote Brille behutsam neben das Bilderbuch. „Lass sie dir beim Sehen helfen“, sagte Oma, während die Seiten am kleinen Tisch im Wind flatterten.
Am nächsten Morgen öffnete Aisha den blauen Rucksack neben dem Klassentisch. Aisha holte die leuchtend rote Brille unter den Heften hervor und hielt sie wieder vorsichtig mit beiden Händen.
Aisha setzte die leuchtend rote Brille auf. Plopp! Die Buchstaben auf der Tafel standen still, klar und deutlich, und Aisha las die ordentlichen Wörter mit einem breiten Grinsen laut vor.
Aisha ließ die leuchtend rote Brille beim Lesen des Bilderbuchs auf. Aisha blätterte langsam eine bunte Seite um und betrachtete jedes winzige Bild ganz aufmerksam.
Aisha malte ordentliche, bunte Formen neben das Bilderbuch. Die roten Brillenränder glänzten im Licht des Klassenzimmers. Aisha dachte: Die nächste!