Ben und Maxcim brettern mit ihren Fahrrädern die Parkstraße entlang, die Räder singen einen schnellen Raschel-Song über den Asphalt. Maxcim kräuselt triumphierend die Lippen und drückt in die Pedale, während Ben neben ihm her saust.
Ein dumpfes Plopp durchbricht das Rad-Gerassel, und Maxcims Hinterrad sackt schlagartig zusammen wie ein leeres Luftballon-Gesicht. Maxcim bleibt stehen, seine Unterlippe zittert, und sein Fahrrad kippt zur Seite ins Gras.
Ben steigt ab, geht zu Maxcim und legt ihm eine Hand auf die Schulter, während er selbst die zerplattete Reifenkontur begutachtet.
Ein summender Bienen-Roboter rollt aus dem Gebüsch vorbei, dreht sich einmal um die eigene Achse und verschwindet hinter der Hecke — Maxcim blinzelt verwirrt, dann lächelt er unsicher.
Ben schiebt das klapprige Rad neben sich her, während er mit der anderen Hand Maxcims Finger in seine eigenen schließt. "Wir schaffen das", sagt Ben, und seine Schritte sind schwer, aber gleichmäßig über den Bürgersteig geklopft.
Ben denkt: Die Straße ist noch lange, aber sein Herz bleibt fest. Er drückt die Zähne zusammen und setzt einen Fuß vor den anderen, immer voraus, damit Maxcim nicht nachdenkt.
Am Wohnhaus angekommen lehnen sie die Fahrräder an die Wand, und Maxcim hakt sich bei Ben unter, während sie gemeinsam die Eingangstür aufdrücken.
Das Abendlicht fällt golden über die Diele, und Maxcims Lächeln ist breit und fest — sie haben es geschafft, zusammen.
Die Eingangstür knallt leise ins Schloss, und der Flur wird ruhig. Maxcim atmet tief durch, dann legt er den Kopf auf Bens Schulter.
Sie bleiben einen Moment so stehen, die Hände fest ineinander verschränkt, und hören das leise Summen des Bienen-Roboters, das jetzt weit weg ist, fast ein Traum.