Ein Regentropfen plumpste von einem Blatt und landete auf Cirras Nase.
Dann öffneten sich die Wolken weit über dem Park.
Cirra lachte, wischte den kühlen Tropfen weg und zeigte nach oben. Dann rannte sie dem Regen nach, während er auf die Rutsche klopfte und auf das Gras trommelte.
Sie spritzte von Pfütze zu Pfütze.
Winzige Bäche rasten entlang des Bordsteins und rutschten in die Gartenbeete.
Cirra beugte sich nah an die nasse Erde und lauschte. Tropf, tropf, tropf.
"Wo gehst du als Nächstes hin?" flüsterte sie.
Ein Sonnenstrahl schlüpfte hindurch. Cirra folgte den glänzenden Pfützen den Weg entlang.
Bei der größten Pfütze sah Cirra eine Wolke, die im Wasser wackelte wie ein Bild in Gelee.
Sie steckte einen Finger hinein.
Swoosh! Ein Windstoß kräuselte das Wasser, und die Wolke zerbrach in hundert tanzende Stücke.
Cirra schnappte nach Luft und grinste. Sie schaute nach oben, als die Sonne auf dem Weg wärmer wurde.
Sie wartete auf der Bank, während die Pfützen kleiner wurden und die Luft frisch und blättrig roch.
Dann zeigte Cirra hoch über den Gärten. Eine sanfte Wolkenwölkchen schwebte darüber.
"Du bist wieder nach oben gegangen!" sagte sie.
Gerade dann klopfte ein weiterer kleiner Tropfen an ihre Hand, als ob der Himmel zurückantwortete.
Cirra ging durch den Park nach Hause, umging die kleinen Pfützen und lugte nach oben zum Blau zwischen den Wolken.
Sie lächelte über die Tropfen auf den Blumen und die Wolken darüber. Vögel zwitscherten in der sauberen Luft. Der Himmel und der Boden fühlten sich wie eine große Reise an, der sie morgen wieder folgen konnte.