Vor dem Haus erhält Adibou ein kleines Notizbuch der Höflichkeit. In der belebten Gasse öffnet er es. Auf der ersten Seite leuchten die Worte „Hallo zuerst!“ so hell, dass eine Taube erschrickt und davonfliegt. Adibou lacht, streichelt den weichen Einband und ruft laut: „Hallo!“
Auf dem Markt sagt Adibou dem Bäcker hallo. Dann stellt er sich hinter die anderen Kunden. Der Duft von frischem Brot kitzelt seine Nase, aber er rührt nur seine Schuhe auf dem Pflaster und wartet geduldig auf seinen Platz ohne zu murren. Der Bäcker zwinkert ihm zu. „Danke, dass du gewartet hast!“
Als er den Markt verlässt, lässt eine Dame ihre Tasche fallen. Rote Äpfel rollen bis zum Schulweg. Adibou legt sein Notizbuch auf eine Mauer und rennt, um sie nacheinander aufzuheben. „Ups!“ haucht er. Vorsichtig reicht er die Äpfel dar. Doch ein Hund schnappt sich das Notizbuch und läuft in die Gasse.
Adibou folgt dem Hund in die Gasse. „Bitte gib es mir zurück!“ ruft er. Der Hund trottet weiter, das Notizbuch zwischen den Zähnen, unter den wackelnden Laternen.
Vor der Schule bleibt Adibou abrupt stehen. Kinder kommen mit schweren Rucksäcken an. Also lässt er sie zuerst vorbeigehen. Dann streckt er ruhig die Hand nach dem Notizbuch aus.
Plötzlich lässt der Hund das Notizbuch fallen. Die Kinder brechen in Gelächter aus. Adibou geht mit „Hallo“, „Danke“ und Lächeln, die wie kleine Flaggen an den Fenstern hängen, zurück in die Gasse.