Ein blasser Regenbogen hing über der Wiese, ganz ohne Farben. Iris rief: „Iris!“ Nur der Wind antwortete: „…ris?“
Sie klopfte an ihre Taschen und rief erneut. Bienen summten im Klee. Dann rutschte der leere Regenbogen in Richtung Wald, und Iris rannte ihm nach.
Im Wald berührte Iris einen Fleck mit roten Beeren. Ein helles „I“ sprang auf den Regenbogen. Iris lachte. „I! Das gehört zu mir!“
Am Bach spritzte sie blaues Wasser und grüne Schilfrohre. „R“ und „I“ flogen auf den Regenbogen. Dann sprang ein Fisch hoch und spritzte ihr kalte Tropfen ins Gesicht.
Iris blinzelte und hob eine gelbe Butterblume auf. Sie jagte den Regenbogen in den Garten, wo sie gelben Pollen und lila Blütenblätter berührte.
Plötzlich blitzten die letzten Buchstaben über ihn—„S“, dann ihren ganzen Namen: IRIS. Iris stand ganz still und grinste. „Mein Name ist überhaupt nicht nur eine Farbe.“