Jonah richtet sein Lavendeldiadem zurecht und tritt von der Veranda. Der lange Rock raschelt über die Holzlatten, während die Banderolen im Frühlingslicht flattern. Er grinst – bereit, mit der ganzen Feier zu kreisen!
Von der anderen Seite des Hofes ruft ein Klassenkamerad missmutig, die Arme verschränkt: „Jungen tragen keine Kleider." Jonahs Hand erstarrt am Saum des Rocks. Sein Grinsen verschwindet im Nu.
Jonah nimmt einen wackelnden Atemzug und starrt auf sein Diadem. Das Lachen der Gartenfeier wird leise, ein dumpfes Summen. Er drückt seine Fingerspitzen fest gegen das Band und findet so Halt.
Jonah tritt vom Geländer und seine Ferse stolpert über einen lockeren Ziegel. Der Rock stolpert mit, das Diadem kippt schief. Er zupft es zurecht und geht weiter.
Schritt für Schritt löst sich eine Papierblume von den Banderolen und plumpst genau auf das Diadem. Die Gäste drehen sich um, recken die Hälse – Neugier breitet sich wie ein Wellenschlag durch die Menge.
Jonah drückt beide Füße fest in den Boden, fasst den ganzen Saum des Lavendelrocks und KREIST. Der Stoff bläht sich weit auf wie eine blühende Pfingstrose und fängt Sonnenlicht und blühende Zweige zugleich ein.
Der ganze Hof hält für einen Herzschlag den Atem an – dann bricht der Applaus los. Der Saftkarton des Klassenkameraden kracht auf den Rasen. Die kleine Papierblume sitzt noch immer auf dem Diadem, leuchtend auf dem Lavendel.
Jonah lässt den Rock an seinen Knöcheln zur Ruhe kommen und blickt auf sein Diadem. Er strahlt – ein leises Danke gleitet zwischen dem Applaus hindurch. Er geht in die Feier hinein, stolz auf jeden letzten Faden.