Eine sonnige Welle schlug gegen die glatten Steine. Im nassen Sand sah Bramble einen kleinen Krebs neben einem leeren, muschelförmigen Abdruck.
„Meine Muschel fehlt!“ klickte der Krebs. Bramble kniete sich neben das salzige Wasserbecken und lauschte dem Zischen und Spritzen.
Bramble hob einen glatten Stein nach dem anderen an. Der Krebs huschte in jede kleine Lücke und zeigte mit seiner Klaue darauf.
Winzige Fische blitzten wie silberne Pfeile. Aber die Muschel war nicht da. Bramble wischte nassen Seetang von einer Pfote. „Lass uns weitersuchen,“ sagte Bramble.
Bramble teilte lange grüne Seetangstränge. Endlich lugte eine runde Muschel hervor.
Dann plopp! Ein Einsiedlerkrebs steckte seinen Kopf aus der Muschel wie ein lustiger Hut. Bramble blinzelte überrascht.
Platsch! Der Einsiedlerkrebs spritzte zurück ins Wasserbecken. Der kleine Krebs erstarrte. Dann schenkte Bramble ihm ein kleines Lächeln.
Eine Reihe von Blasen trieb davon. Bramble folgte ihnen zu einem tieferen Tidepool zwischen rutschigen Steinen.
Der Krebs wartete nah und schaute zu. Unter Wasser schimmerte eine versteckte Muschel zwischen zwei Steinen.
Sehr vorsichtig griff Bramble hinein und hob die Muschel heraus.
Gerade in diesem Moment raste eine schäumende Welle herein. Der Krebs klapperte schnell mit seinen Klauen auf dem Stein.
Bramble trug die Muschel zu einem warmen, trockenen Stein und setzte sie sanft in die wartenden Klauen des Krebses.