Der Regen hatte gerade aufgehört, Tuanli stand am nassen, glänzenden Steinrand des Tuanli-Frucht-Hut-Platzes, seine kleinen Pfoten hielten den Griff des kleinen roten Regenschirms fest. Unter dem Schirm war ein Kreis trockener Erde, der ruhig zu seinen Füßen lag, genau passend, als wäre er absichtlich für zwei Personen reserviert. Das Wasser auf dem Platz spiegelte das grau-blaue Licht des Himmels wider, und der Wind ließ die Wasseroberfläche sanft zittern. Tuanli schaute auf den trockenen Kreis und sein Herz zog sich leicht zusammen. Er dachte: Wenn nur jemand mit mir unter diesem Schirm gehen könnte.
In diesem Moment hörte er am anderen Ende des Platzes ein fröhliches Rufen: „Kommt schnell, am Spielplatzrand gibt es kleine Schnecken!“ Tuanli hörte es und bewegte sich langsam mit der Menge, während Tropfen von der Schirmkante fielen. Der Einladungssatz drückte sanft an seiner Kehle, wurde aber leise wieder hinuntergeschluckt. Einen Schritt gehen, einmal denken; noch einen Schritt, und es kam immer noch nicht über seine Lippen. Tuanli fühlte sich durcheinander, als wäre ein kleiner feuchter Wind in ihm am Kreisen.
Gerade in diesem Moment kam Yaling, die am Rand einer Pfütze lief, mit leichten, schnellen Schritten heran, wie eine Reihe hüpfender Wassertropfen. Ihre Haarspitzen waren mit feuchtem Glanz benetzt, während sie die Schultern zusammenzog, um den tropfenden Regen von den Blättern zu vermeiden. Tuanli warf ihr heimlich einen Blick zu und wandte schnell den Blick ab, doch den kleinen roten Regenschirm hielt er fester. Der Satz, den er schon eine Weile in sich trug, hüpfte diesmal noch heftiger und schien fast an seinen Lippen zu kratzen. Tuanli dachte: Wenn ich es jetzt nicht sage, wird es wahrscheinlich wieder in mein Herz schlüpfen.
Der Weg zum Spielplatz war vom Wind nass, und auf den Grashalmen hingen noch kleine Wassertropfen. Tuanli ging den Weg entlang und hörte seine Schritte klatschen, klatschen, jeder Klang schien seinen Mut zu zählen. Als Yaling an ihm vorbeiging, fasste er endlich den Mut und sagte leise: „Yaling, möchtest du mit mir unter dem Schirm gehen?“ Kaum hatte er die Worte ausgesprochen, hielt er den Atem an und wartete nervös. In diesem kleinen Moment schien sogar das Tropfen des Wassers am Straßenrand viel klarer zu werden.
Yaling lächelte sofort mit strahlenden Augen und sagte fröhlich: „Ja!“ Sie schlüpfte sofort unter den Schirm, ganz nah an Tuanli, und der zuvor leere Kreis trockener Erde war plötzlich ganz voll. Tuanli war einen Moment lang sprachlos, das enge Gefühl in seinem Herzen ließ plötzlich nach, als wäre es sanft von der Sonne erwärmt worden. Auf dem kleinen roten Regenschirm rollten die Regentropfen hinunter, aber darunter war es warm, ruhig und hell. Tuanli schaute heimlich zu Yaling und konnte nicht anders, als zu lächeln.
Sie gingen nebeneinander in Richtung Spielplatz, ihre Schritte langsam, aber harmonisch im Einklang. Der Weg war noch nicht trocken, und hinter ihnen blieben zwei nahe beieinander liegende Fußabdrücke zurück, die sich nach vorne erstreckten. Der Wind nach dem Regen strich am Schirm vorbei und brachte den feuchten Geruch von Erde und Gras mit sich, doch Tuanli fühlte sich überhaupt nicht kalt. Yaling ging unter dem Schirm dicht neben ihm, manchmal schaute sie auf den Weg, manchmal hob sie den Blick nach vorne. Tuanli hielt den Schirmgriff fest, und in seinem Herzen wurde es allmählich heller, als ob hinter den grauen Wolken ein kleiner Sonnenstrahl bereit war, hervorzukommen.