Vier kleine Körper prallen gegen etwas Hartes am Fußboden im Kinderzimmer. Ein Holzkasten. Kein Schild. Kein Schloss.
Einer reißt am Deckel. Eingeklemmt. Alle legen sich daran, die Schultern drücken. Knarz. Seufz. Plopp – der Deckel springt weit auf.
Vier Taschen leuchten darin: rot, blau, grün, gold. Jedes greift eine. Das Licht summt an den kleinen Handflächen.
Sie halten die Taschen hoch. Rot. Blau. Grün. Gold. Die Farben schweben langsam über der Steppdecke wie vier langsame Laternen.
Die goldene flackert. Geht aus. Sie schütteln sie. Blasen hinein. Drücken sie flach auf den Boden. Nichts.
Einer zeigt auf die dunkle Tasche, dann auf die anderen. „Zusammen."
Sie schieben alle vier Taschen in die Mitte des Teppichs und drücken sie flach. Die goldene leuchtet wieder auf. Dann platzen alle vier – rot, blau, grün, gold wirbeln langsam.
Die Wände erblühen. Einer atmet erstaunt ein. „Schau!" Farbe klettert die Wände hoch wie lebende Ranken, über das Fenster, in die Dunkelheit.
Kopfkissen bis zum Kinn. Die vier Lichter ruhen auf dem Nachttisch. Pulsierend. An. Aus. An. Aus.
„Heute Nacht dieselben Träume?" murmelt einer. Ein leises Lachen. Die Lichter werden sanft schwächer. Die Dunkelheit nimmt den Raum in Besitz.