In der stillen Bibliothek der Universität sitzen zwei dicke Studentinnen an einem großen Holztisch. Jede hat ein dickes Buch vor sich. Farah blättert in einem Atlas über Sternbilder, Jeena in einem Werk über tropische Pflanzen.
Plötzlich gellt ein lautes Bumsen durch den Raum. Ein Regal im Nebengang kracht um, und ein schwerer Atlas prallt auf den Boden. Die Seiten fächern sich auf wie die Flügel eines Vogels.
Sie eilen zum Regal. Der Atlas hat sich genau dort aufgeschlagen, wo eine Illustration eines Baumes zu sehen ist — seine Äste bestehen aus leuchtenden Sternen.
Jeena tippt mit dem Finger auf die blattlosen Äste, Farah auf die winzigen Galaxien. Beide lächeln überrascht, während das Papier leise knistert wie lebendige Haut.
Sie legen beide Hände auf die Seite. Plötzlich flimmern die Sterne im Baum, und die Blätter rascheln, als würde ein sanfter Wind durch die Seiten streichen. Der Geruch von altem Papier und frischer Tinte liegt in der Luft.
Farah und Jeena tauschen einen Blick. Stille Begeisterung liegt darin. Niemand spricht — nur das leise Knistern des Papiers und das distante Summen der Bibliothek.
Sie kehren an ihren Platz zurück. Farah zeigt Jeena ihre Lieblingsseite mit den Sternbildern, und Jeena öffnet ihr Pflanzenbuch. Sie erklären einander die Namen — ruhig und voller Vorfreude.
Draußen dämmert der Abend. Ein schmales Lichtband fällt durch das hohe Fenster und malt Schatten von Blättern und Sternen auf den Boden — als ob der Atlas seinen Baum in die Bibliothek gerufen hätte.