Nach dem Regenschauer liegt die Gasse still und nass. Tümpel um Tümpel spiegeln den hellen Himmel. Levi hängt seine Schuhe an den Zaun und stampft barfuß ins Wasser.
Platsch! Levi tritt in die erste Pfütze. Platsch! Die zweite. Platsch! Seine nassen Socken kleben an den Füßen und spritzen überallhin. Platsch.platsch.platsch.
Dann sieht er sie — die größte Pfütze. Sie schimmert wie ein kleiner See, und mitten drin flackert etwas Helles zwischen den Tropfen.
Er kniet sich hin und stochert ganz vorsichtig mit dem großen Zeh ins Wasser. Irgendwas Glattes berührt seine Fingerkuppen, als er greift.
Mit beiden Händen zieht er das nasse, zusammengefaltete Blatt aus dem Wasser. Es knistert leise, als er es aufklappt.
Ein holografisches Charizard glitzert ihn an. Die Farben tanzen zwischen Orange und Rot, sobald das Licht sie berührt.
Levi reibt die Karte an seinem trockenen T-Shirt-Flicken. Er hält sie hoch, damit die Sonne darauf tanzt. Sein Mund öffnet sich weit. »Wow«, haucht er.
Er legt die Karte in die Innentasche seines Rucksacks. Vorsichtig. Als wäre sie aus purem Gold. Dann stampft er weiter.
Platsch! Die nächste Pfütze ist die breiteste bisher. Levi springt hinein, beide Füße gleichzeitig, und das Wasser fliegt hoch wie Fontänen.
Platsch.platsch. Jeder Schritt ein neues Spritzgericht. Levi lacht leise für sich. Was für ein Tag.
Ein Lächeln zuckt um seinen Mund, während er die nächste Pfütfe ansteuert. Irgendetwas in seiner Tasche glitzert leise gegen seine Rippen.
Platsch! Die Gasse tanzt mit ihm. Levi stampft weiter, und die Pfützen tanzen mit.