Mosskin eilte einen farnbewachsenen Pfad entlang, mit einem Korb, der an einer Seite schwang.
Dann blies ein plötzlicher Windstoß die Blätter über den Weg, bis jede Kurve falsch aussah.
Mosskin hielt an. Tropf-tropf kam von einem hohlen Baumstamm. Die hohen Bäume flüsterten nur leise. "Oh," flüsterte Mosskin. "Das ist nicht der Weg."
Anstatt umzukehren, folgte Mosskin einem seltsamen Hinweis nach dem anderen.
Zuerst ein blauer Knopf auf einem Baumstumpf. Dann drei Zuckerstücke auf einem Holzstamm. Weit voraus eine kleine Rauchwolke aus einem Schornstein.
Mosskin ging weiter, schob sich durch die Farne, während ein Specht oben tok-tok-tok klopfte.
Endlich erreichte Mosskin eine warme alte Hütte am Rand der Bäume und spähte durch das Fenster.
Krach! Die Tür flog auf. Ein grummeliger Hüter knurrte: "Wer hat meinen Zucker genommen?"
Bevor Mosskin antworten konnte, nies eine Teekanne drinnen—PFFFT! Dampf spritzte gegen das Fenster, und Mosskin ließ fast den Korb fallen.
"Ich nicht!" platzte es aus Mosskin heraus. "Aber... brauchst du Hilfe?"
Also trat Mosskin ein und suchte unter einem mehligen Tisch und hinter knisterndem Feuerholz.
Schließlich schaute Mosskin in einen schlammigen Stiefel neben der Tür. Da waren die fehlenden Zuckerstücke!
Im orangefarbenen Schein des Feuers fühlte sich Mosskin sicherer. Dann zeigte Mosskin auf den blauen Knopf, der vom Mantel des Hüters fehlte.
Der Hüter schnaufte vor Lachen. "Na, das ist ja was."
Bald war der blaue Knopf wieder angenäht. Der Hüter steckte warme Brötchen in Mosskins Korb.
Dann ging der Hüter mit Mosskin zum Rand der Bäume, wo der farnbewachsene Pfad nach Hause führte.
Jetzt hörte Mosskin Vogelgesang statt Stille.
Als das Fenster der Hütte hinter ihnen leuchtete, winkte Mosskin. Der Hüter hob eine Hand im goldenen Licht.