Nobody saß auf ihrem Bett und hielt die Arme fest um sich geschlungen. Im Haus war es jetzt still. Keine zuschlagenden Türen mehr. Keine lauten Stimmen mehr. Regentropfen klebten noch am Fenster und zitterten in der Dunkelheit.
Sie drehte den Kopf und spähte zu ihrem Kissen. Jemand hatte dort ein kleines Kuscheltier hingelegt. Auf seinem Kopf saß eine Papierkrone – schief, leuchtend gelb und völlig krumm.
Nobody hob das Kuscheltier auf. Sie betrachtete die alberne Krone. Dann lachte sie – nur einmal, ein kleines Lachen, das sogar sie selbst überraschte. Sie drückte das Kuscheltier fest an ihre Brust.
Nobody drückte das Kuscheltier fest an sich und versuchte, die Worte zu sagen. „Es ist alles gut“, flüsterte sie. Ihre Stimme brach beim ersten Wort. Sie schluckte und versuchte es noch einmal, diesmal leiser. „Es ist alles gut.“
Die Knopfaugen des Kuscheltiers fingen das Licht des Nachtlichts ein und schienen ihr zuzunicken. Nobody legte ihre Wange an den weichen Stoff und atmete langsam ein. Und langsam wieder aus.
Nobody stellte das Kuscheltier auf die Fensterbank, wo der Regen es sehen konnte. Die Papierkrone blieb wunderbar schief. Sie wandte sich wieder ihrem Bett zu und zog die Decke über ihre Schultern.
Sie schloss die Augen. Im Zimmer wurde es ganz still. Irgendwo weit weg brummte der Kühlschrank. Ihr Atem wurde Schritt für Schritt langsam und gleichmäßig, tiefer und ruhiger.
Nobody ließ die Stille den Raum erfüllen. Draußen klopften die letzten Regentropfen gegen die Scheibe – tick, tick, tick. Sie war sicher. Es war alles gut.