Im sonnigen Garten drückte Sunnylark ein kleines Samenkorn in ein Stück warmen Boden.
Sie klopfte die Erde mit beiden Händen fest. Ein gelbes Schmetterling flog im Zickzack darüber hinweg. "Wachse, kleines Samenkorn," flüsterte sie.
Am nächsten Morgen rannte Sunnylark nach draußen, um nachzusehen.
Aber da war nur dunkle Erde und ein winziger Kieselstein.
Tag für Tag kniete Sunnylark an der Stelle und goss Wasser aus ihrer kleinen Gießkanne.
Tropf, tropf, tropf. Sie scharrte mit einem Schuh im Staub. "Noch nicht?"
Am dritten Tag beugte sie sich ganz nah für einen weiteren Blick.
Dann—plopp! Eine grüne Spitze schob sich durch die Erde wie ein winziger winkender Finger.
Ein dicker Regenwurm wühlte sich daneben hoch, als würde er Hallo sagen.
Sunnylark lachte, fast kippte sie die Kanne um, und klatschte für den hellen kleinen Sprössling.
Danach schaute sie jeden Morgen und jeden Abend nach.
Der Sprössling wuchs immer höher.
An einem heißen Nachmittag hing die Pflanze schlapp herunter. Sunnylark eilte mit kühlem Wasser herbei.
Sie steckte einen kleinen Stock hinein, um ihr zu helfen, aufrecht zu stehen.
Die Blätter zitterten im Wind. Eine Biene summte an ihrem Ohr vorbei. Sunnylark wartete ganz still.
Beim nächsten Sonnenaufgang stand der Stängel wieder gerade.
Dann eines Morgens rannte Sunnylark in den Garten und hielt an. Die Pflanze hatte sich zu einer leuchtenden Blüte geöffnet, so breit wie ein Lächeln.
Bienen summten um sie herum. Die Luft roch grün und frisch. Sie berührte ein weiches Blütenblatt. "Du hast es geschafft," sagte sie. "Wir haben es geschafft."
Sunnylark stand in der warmen Sonne neben der Blume und lächelte an die Stelle, die nicht mehr klein war.
Das kleine Samenkorn war zu einer großen Blume geworden, und Sunnylark blieb einen Moment länger, um zu schauen.