Sniffkin fiel aus Opas Häuschen und rannte zur Tür.
Dann hielt er an. Neben der Matte standen schmutzige Stiefel. Sniffkin schnüffelte kräftig. "Oh," sagte er ganz leise.
Nasser Erde. Leder. Regen. Er schaute sich nach dem süßen, vertrauten Geruch von Zuhause um, aber er war noch nicht hier.
Er schlich in die warme Küche. Auf dem Tisch lag ein Laib Brot. Gerade dann öffnete Opa den Ofen mit einem Dampfstoß.
Sniffkin schnüffelte einmal, zweimal, dreimal. Der geröstete Geruch war gut. Aber es war nicht ganz richtig.
Also schnüffelte er unter einem Stuhl und suchte weiter.
Durch das Häuschen fand er weitere Gerüche, die auf ihn warteten: eine alte Wolldecke auf dem Sofa, Gartenerde an Opas Schaufel und Marmelade, die auf dem Herd blubberte.
Er niesete in die Wolle. Ein Staubkorn landete auf seiner Nase.
Opa lachte. "Das hat dich zuerst geküsst." Sniffkin blinzelte und schnüffelte erneut.
Plötzlich rannte Sniffkin nach draußen. Vielleicht konnte er bis zu den Gerüchen zurücklaufen, die er kannte.
Opa folgte mit langsamen Stiefeln und kniete sich am Tor nieder.
Der Wind raschelte im hohen Gras. Es wurde kühl. Sniffkin zögerte.
Dann umarmte Opa ihn vorsichtig, und es roch nach Wolle, Brot und Sonnenschein zugleich.
Sniffkin ging neben Opa zurück ins Haus.
Er kuschelte sich auf die alte Wolldecke, während die Brotkruste sanft auf dem Tisch knackte und die schmutzigen Stiefel an der Tür warteten.
Dieses Mal drückte Sniffkin seine Nase in Opas Hand, gab einen glücklichen Pups von sich und blieb nah bei ihm. Das Häuschen roch auf eine ganz neue Art nach Zuhause.