Der Nebelwald verschluckt jeden Schritt. Paule stapft durch die graue Stille, als sein Blick hinter einem großen Farn hängen bleibt.
Er sieht etwas Rotes. Ein kleines Tier mit schwarz-weißem Gesicht starrt ihn aus dem Laub an. Es ist Pina. Ihr rotes Fell leuchtet im grauen Morgenlicht wie ein glühender Stein.
Die Pandaklasse sitzt im Kreis. Paule zeigt auf Pina und ruft: »Sie ist auch eine Schülerin!«
Die anderen Pandabären lachen und rufen: »Kein Panda ist rot!« Pina senkt den Kopf und krallt ihre Pfoten fest in den Moosboden.
Paule setzt sich neben Pina und legt ihr eine frische Bambusknospe auf den Schoß. Sie ist süß und knackt leise, als Pina sie annimmt.
»Wir sind beide Pandas«, sagt Paule leise. Pina lächelt zum ersten Mal.
Die Lehrerin tritt vor. »Paule, du bist kein Panda!«
Paule streift seinen Bambusmantel ab. Darunter zeigt sich sein真正es schwarz-weißes Fell.
Die Klasse erstarrt. Pina lacht leise.
Am nächsten Morgen sitzen alle Pandas im Kreis. Pina steht in der Mitte mit einem roten Bambuszweig.
»Rote Pandas sind auch Pandas«, sagt Paule.
Die anderen nicken — sogar der strengste Panda von allen.
Pina lächelt. Sie ist nicht mehr allein.
Die Pandaschule liegt am Berg, wo der Nebel sich tagsüber lichtet. Paule geht zur Tür und sieht hinaus.
Draußen zeigt die Sonne auf den roten Bambus. Paule nickt.
Der Wald ist wieder still. Aber Paule weiß: Manchmal muss man zuerst gesehen werden, um dazuzugehören.