Lina schwingt hoch, die Beine weit rausgestreckt. Das Seil summt leise.
Sie lacht laut, jedes Mal, wenn sie ganz hoch kommt.
Mama kommt mit zwei Eis am Stiel den Weg entlang. Lina bleibt mitten im Schwung stehen.
'Halt mir das mal!' ruft sie und streckt der Schwester das blaue Eis entgegen.
Als Lina wieder auf den Stuhl steigt, sieht sie es: einen kleinen Regenbogen auf dem nassen Asphalt.
Die Schwester kommt herüber, beide hocken sich hin. Der Regenbogen ist winzig, nur so groß wie ihre Handfläche.
Ein Vogel piepst von einer Laterne herab. Sie lauschen.
Sie essen ihr Eis, während sie auf den Regenbogen schauen. Die Sonne kommt heraus.
Der Regenbogen wird heller, dann ganz langsam unsichtbar.
Sie halten sich die Hände, ohne zu sagen, dass das der beste Moment ist.