Sonnenlicht strömte in den flachen Teich. Der junge Kaulquappe flitzte durch das helle Wasser zwischen Schilfrohren und Kieselsteinen.
Dann stoppte der junge Kaulquappe so schnell, dass das Wasser zitterte. Ein kleines Stück Schwanz schwamm wie ein Band davon. „Mein Schwanz!“
Pssst, flüsterten die Schilfrohre. Eine Libelle sauste in einem blauen Blitz vorbei. Der junge Kaulquappe drehte sich besorgt im Kreis.
Der junge Kaulquappe schwappte stärker. Und stärker. Und noch stärker.
Aber das Wasser ließ das lose Ende nur wie eine lustige kleine Fahne wackeln.
Der junge Kaulquappe versteckte sich neben glatten Kieselsteinen. Wellen stießen gegen den Schlamm. Es fühlte sich sicherer an, nicht ins Freie zu schnellen.
Zuerst rollte sich der junge Kaulquappe zu einer Schleife. Immer noch stummelig.
Dann wigglete der junge Kaulquappe rückwärts. Immer noch stummelig.
Dann schlüpfte der junge Kaulquappe unter ein Seerosenblatt. Immer noch stummelig.
Aber dann—plitsch-platsch! Zwei winzige Beine kickten von hinten. Der junge Kaulquappe sprang so schnell heraus, dass er gegen ein Schilfrohr stieß.
Der junge Kaulquappe drückte mit diesen neuen Beinen. Boing!
Hoch schoss der junge Kaulquappe aus dem Wasser. Nass! Klatsch! Er landete auf einem Seerosenblatt.
Für eine still stehende Sekunde starrte der junge Kaulquappe auf den Teich darunter. Die Flügel der Libelle summten über ihm. Die größte Veränderung ließ ihn keuchen.
Der junge Kaulquappe beugte sich tief. Drückte. Sprung!
Spring-spring-spring! Von Seerosenblatt zu Seerosenblatt hüpfte der junge Kaulquappe über den sonnigen Teich.
Das letzte kleine Stück Schwanz zog hinterher. Dann war es weg.
Der junge Kaulquappe lachte über das Plätschern der Wassertropfen und das federnde Blatt unter seinen Füßen.
Jetzt fühlte sich der sonnige Teich wie ein brandneuer Spielplatz an.