
Tut mir leid, kleine Sandburg
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Alle Seiten, mit unserem Demo-Kind – diese Rolle gehört deinem Kind.
1Das Meer singt: platsch, platsch, platsch! Dein Kind flitzt mit dem großen Wasserball im Arm über den warmen Sand. Eine Spur kleiner Fußabdrücke läuft hinterher, den ganzen Strand entlang.
2Ein Stück weiter hat ein Mädchen eine Sandburg gebaut. Wow – so hoch! So schön! Sie hat Muschelfenster und ein winziges Seetang-Fähnchen ganz oben, das im Wind flattert.
3Wuuusch! Der Wind pustet den Ball davon! Dein Kind rennt hinterher, schneller und schneller und schneller. Die Augen nur auf dem Ball – nichts als der Ball – und sonst gar nichts!
4RUMMS! Bremsen unmöglich! Dein Kinds Fuß landet mitten in der Burg, und alle Türme purzeln um – plumps, plumps, plumps. Das kleine Seetang-Fähnchen liegt platt im Sand.
5Auf einmal ist alles ganz still. Das Mädchen schaut auf die platte Burg. Dann schaut es Dein Kind an. Und langsam, ganz langsam, füllen sich ihre Augen mit Tränen – wie zwei kleine Meerespfützen.
6Dein Kinds Gesicht wird ganz heiß, und im Bauch drückt ein komisches Gefühl. Sogar die Sonne scheint auf einmal zu hell. Am liebsten sofort irgendwo verstecken – ganz egal wo …
7Da ist ein Wort, ein ganz kleines Wort, das in Dein Kinds Hals feststeckt. Es ist das allerschwerste Wort. Dein Kind holt tief und tapfer Luft. Eins … zwei … drei …
8„Es tut mir leid. Ich bin zu schnell gerannt und habe deine Burg kaputt gemacht“, sagt Dein Kind und hebt die kleine rote Schaufel auf. „Wollen wir sie zusammen reparieren?“ Das Mädchen blinzelt – und ein kleines Lächeln lugt hervor.
9Zwei kleine Schaufeln graben und klopfen, graben und klopfen. Stück für Stück wächst die neue Burg höher und höher! Der rosa Eimer wird umgedreht – plopp! – und heraus kommt ein perfekter runder Turm.
10Die neue Burg ist noch größer als vorher – mit zwei kleinen Fahnen! High five – klatsch! Entschuldigen und gemeinsam reparieren fühlt sich viel besser an, als so zu tun, als wäre nichts.
