Der Meeresboden glitzert vor Seesternen und grünen Anemonen. Zwischen den hellen Sandbänken wartet ein dunkler Spalt. Noch nie hat ein Fisch ihn durchquert.
Bollino bläht sich auf, immer mehr, bis er rund wie ein Ball ist. »Auf geht's«, murmelt er und schiebt sich in die Dunkelheit zwischen den Anemonen.
Grüne Tentakel streifen seine Spitze. Er gleitet hinein. Salz und alter Sand duften im Spalt. Die Dunkelheit verschlingt ihn.
Squeg. Squeg. Die rauen Wände quetschen seinen runden Körper. Er bläst sich auf, um weiterzuschieben, doch die Dunkelheit lässt ihn sich zusammenkrumpfen. »Ich sehe gar nichts.«
Sein schwaches Leuchten erlischt zwischen den Schatten. Bollino steckt fest, ganz allein, und das Licht kommt von nirgendwo mehr.
Er lässt ein klein wenig Luft. Die Schwanzspitze berührt den Meeresboden. Klick. Eine Muschel leuchtet tiefblau auf.
Dann pulsiert die nächste in warmem Bernstein. Dann flackern zehn weitere an der Wand. Die ganze Höhle bricht aus in Wellen von Farbe.
Bollino streichelt eine weitere Muschel. Sie klingelt wie eine winzige Glocke. Das Leuchten färbt sich in rosanes Gold.
Er bläst sich auf, um mehr zu greifen. Doch der Gang ist eng. Hilfe! Die eingeschlossenen Muscheln zerkratzen seine Rippen bei jedem Schubs.
Pfft. Ein Lippfisch berührt ihn mit der nassen Schnauze. Bollino lässt Luft und rollt mit drei Muscheln heraus. Die Anemonen wiegen sich. »Noch eine«, sagt der Lippfisch. Alle vier drehen sich gleichzeitig um.







